pERLEN

 

nichtgegenständliches und AMA 

 

Ama (jap. 海人, dt. „Meermensch“, für Männer: 海士, dt. „Meermann“, für Frauen: 海女, dt. „Meerfrau“) ist die japanische Bezeichnung für Apnoe- Muscheltaucher, üblicherweise Frauen. Die Schriftzeichen 海人 werden auf in den Ryūkyū-Sprachen uminchu und im Dialekt der Izu-Halbinsel kaito gelesen.

 

Auszug aus Wikipedia

 

Sapo Hops und der Teich Sumpfmiesematsch

von Sophia Fürst  

Illustrationen und mehr.

 

 

 

Presseartikel aus der Schwäbischen Zeitung von Kristina Schmidl

 

Gemälde zum Thema „Perlen“ in leichten, fröhlichen Farben zeigt Jürgen Schulz-Lorch derzeit in seinem Sigmaringer Atelier Gorart. Dieses betreibt er seit drei Jahren an der Gorheimer Straße 19. Am Freitag hat er die Schau mit einer Vernissage eröffnet. Obwohl die Ausstellung „Perlen“ heißt, ist auf keinem Gemälde auch nur eine einzige Perle zu sehen. „Ich versuche, mit meinen Bildern Emotionen zu wecken. Als Künstler kommuniziere ich über die Gemälde mit den Betrachtern“, sagt er. „Die Bilder und ihre Botschaft sind etwas, das man heben muss, damit man sich daran erfreuen kann – genau wie Perlen.“

Beim Großteil der Bilder hat sich Lokalmatador Jürgen Schulz-Lorch – der in Sigmaringen geboren wurde, aber seit einem Jahr in Überlingen lebt – von japanischen Perlentaucherinnen inspirieren lassen. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts habe es diese Wasserfrauen noch zahlreich gegeben, so der Künstler. Sie sind ohne Sauerstofftanks und unter enormen Mühen – aber mit großer Anmut und scheinbar mit Leichtigkeit – in die See hinabgetaucht, um Perlen zu bergen.

Damit haben sie ihren Lebensunterhalt verdient. „Heute sind es nicht mehr viele.“ Von diesen meist älteren Japanerinnen gebe es beeindruckende Unterwasserfotos. „Die Damen sehen so aus, als würden sie mühelos dahinschweben im Wasser.“ Diese Fotos haben den Künstler, der in seiner Jugend selbst ohne Sauerstoff getaucht ist, angeregt zu einer Reihe von Gemälden, die sich durch leichte, intensive Helligkeit in der Farbgebung auszeichnen.

Gemalt hat der 58-Jährige nicht mit dem Pinsel, sondern mit der Farbwalze. Die Bilder sollten nicht zu deutlich werden. Sie sind entstanden aus einer ungewöhnlichen Technik mit Kalk, Pigmenten und Wachsen heraus. Zum Vorschein gekommen sind kristalline Gemälde, die in mehreren Schichten gewachsen sind und andeuten, dass eine Perlentaucherin oder der Blick des Betrachters voller Leichtigkeit in einem anderen Medium schwebt.

In einem Nebenraum sind außerdem Illustrationen für ein Kinderbuch mit dem Titel „Sapo Hops und der Teich Sumpfmiesematsch“ zu sehen. Die Geschichte über den kleinen Frosch Sapo Hops und seine Freunde, die auch am Teich leben, hat die Überlinger Autorin Sophia Zora Fürst geschrieben. Sie hat Jürgen Schulz-Lorch gebeten, die Geschichte zu illustrieren. Entstanden ist eine Reihe fantasievoller, gänzlich in Grün gehaltener Bilder, die den Frosch mit anderen Tieren zeigen. Das Buch richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren.

Sophia Zora Fürst ist zugleich Performance-Künstlerin. Sie stimmte in der Gestalt eines bezaubernden Wasserwesens mit blauer Haut mit einer freien Tanzperformance auf die Ausstellung ein. Anmutig wie eine Wasserfrau bewegte sie sich zu einer Musik, die das Plätschern und Fließen von Wasser assoziieren ließ, in tänzerischen Schwimm- und Gleitbewegungen durch den Raum. Die Besucher belohnten sie mit Applaus und nutzten den geselligen Abend, um die Gemälde zu bestaunen und Gespräche mit dem Künstler zu führen. Der stellte klar: „Ich gehöre nicht zu den Künstlern, die sich nicht von ihren Werken trennen können. Bitte ungeniert kaufen.“